
AKARAKACHING AKARAKA-CHO akaraka ching ching cho cho cho lalala sisbumba Yonsei sunsu lapula hey YONSEI yah! Man merkt ich bin noch hart im cheering Fieber und das auch nicht ohne Grund, denn diese Wochenende war hier das jährliche
Freitag war der erste Tag vom Yon Go Jeon und es stand Baseball auf dem Programm. Wir internationalen Studenten sind mit dem Mentorsclub der sich hier um uns kümmert zum Stadion gefahren und schon in Sinchon sind einem überall Studenten begegnet die völlig in blau gekleidet auf dem Weg zum Stadion waren. Auch Sinchon selbst war eingehüllt in Yonsei-Blau, überall waren Banner und Plakate aufgehängt worden. In der U-Bahn hatte man das Gefühl man fährt zu einem Fussballspiel in Deutschland un der Eindruck wurde am Stadion noch verstärkt. Überall Menschen in Blau oder Rot (die Farbe der Korean University) die ins Baseballstadion strömten. Die Stimmung im Stadion unterschied sich dann allerdings dann doch um einiges von der in deutschen Fussballstadien. Klar ist da auch gute Stimmung (solange man sich nicht gerade in der Allianz-Arena befindet) aber das dort war einfach das derbste was ich je gesehen hab. Die ganzen Koreaner haben sind total abgegabgen in ihren vorher einstudierten cheering moves. Das Cheering muss man sich dabei so vorstellen, dass heftig laute Musik gespielt wird und vor den Stadiontribünen auf einer anderen Tribüne die Studenten vom Akaraka-Club die Moves vortanzen die dann die ganze Menge mitmacht. Zuerst dachte ich das ist jetzt das Vorprogramm zum Spiel, aber dann wurde schnell klar, das das die ganze zeit so weiter gehen wird. Vom Beginn des Spiels hat so gut wie niemand Notiz genommen die Musik lief weiter und die Leute haben weiter gecheert. Zwar hat uns das erst ein bischen verwundert aber dann hat die Euphorie im Stadion einen doch angesteckt und wir haben das ganze Baseballspiel mit Cheering verbracht, was nur cool war. Bei den Songs konnte ich mir manchmal jedoch ein Schmunzeln nicht verkneifen. So basierte der eine Song auf der Melodie von "let it be" und ein anderer auf dem Ghost-Busters Theme. Das Cheering war aber wirklich gut, es gab die coolsten moves da. Verbeugung nach vorne, Verbeugung nach hinten zwei Schritte nach links, zwei nach rechts und dann ausgelassenes Gruppenrumspringen, nur cool das ganze. Aber mein Favourite Cheer ist immer noch "Sara te Yonsei" was so viel wie " Ich liebe dich Yonsei University" heisst.
In der Mitte vom Baseball sind wir dann zum Basketball weitergezogen und da bot sich das selbe Bild nur war alles noch intensiver, weil es ja in der Halle stattgefunden hatte. Allerdings beschlich einen hier auch das erste Mal ein zwiegespaltenes Gefühl, weil sich wirklich fast niemand für das was auf dem Spielfeld abläuft zu interessieren schien. Das BAsketballspiel haben wir nämlich haushoch verloren, aber das Cheering war fast noch besser als beim Baseball. Aber man muss auch sagen, dass die Spiele insgesamt nicht wirklich gut waren, besonders beim Fussball, haben sich da bei mir manchmal die Haare gesträubt. Naja aber es ging ja halt auch eher ums cheering und um das Gemeinschaftsgefühl und die Euphorie die da dabei erzeugt wird. Naja jedenfalls haben wir nach dem Basketballspiel erfahren, dass wir auch das Baseball verloren haben und das der Gesamtsieg dadurch mehr as gefährdet war. Danach sind wir dann noch mit dem Mentorsclub in ein Restaurant in dem Viertel neben dem Stadion gegangen und haben da erstmals intensivere Begegnungen mit den Studenten der Korea University gemacht. Aber es war voll nichts von Feindschaft zu spüren, stattdessen wurde auf der Strasse ein spontaner Cheering Contest veranstaltet, in dem wir norm mit reingezogen worden sind. Aber auch das war eher Freundschaftlich die Kote (Abkürzung hier für Korean University) Studenten haben unsere Songs mitgesungen und es ging eher darum zu beweisen wer lauter ist. Die Kote-Studenten hatte zum Teil auch so coole Tiger-(deren Wappentier) Kostüme an, da waren die uns ein bischen voraus. Ich hab die Adler-Maskottchen auf unserer Seite nicht finden können. Aber der freundschaftliche Umgang war echt schon beeindruckend. Danach gings dann mit der Subway zurück nach Sinchon, was auch schon vollständig Blau und Rot war. Nach einem ungeplant längeren Bar Aufenthalt ging es dann schnell zurück ins I-House denn es stand ja noch der zweite Tag des Yon Go Jeon an, der den ersten noch mal um einiges toppen sollte.
Den ausschweifenden nächtlichen Aktivitäten begann der zweite Tag für mich erst mit der zweiten Halbzeit des Rugbys. Lissy fühlte sich leider fiebrig und konnte erst gar nicht mit ins Stadion fahren. Diesmal ging es dann ins Olympiastadion, was zwar nicht voll aber doch zu gut 3/4 mit Menschen besetzt war. Da unser Outfit am Tag davor noch ein wenig dürftig war versorgten wir uns vor dem Stadion noch mal mit Facepaintings, Henna-Tatoos, und Tüchern in den Yonsei Farben und begaben uns zum großen Finale ins Stadion. Die Stimmung war noch ausgelassener als am Tag davor und es waren auch noch mehr Menschen da. Die beiden Unis haben jeweils 70.000 Studenten und es waren wirkliche von denen da. Das Rugby haben wir ebenfalls verloren und das Hockeyspiel wurde gecancellt weil die Korean University uns beschuldigte die SChiedsrichter bestochen zu haben und dann nicht antrat (derbe dämliche aktion). Damit war klar das wir diesjahr verlieren werden und es blieb nur noch das Fussball um wenigstens einen Sieg zu holen. Aber so wirklich interessierte das keinen mehr. So gab es auch keine Verlängerung des Spiels obwohl es am Ende 0-0 stand. Zum Ende des Spiels wurde noch ein derbes Feuerwerk abgebrannt und alle sind aufs Spielfeld gestürmt wo dann noch mal alle Cheers performt wurden.
Danach ging es dann zurück nach Sinchon wo uns der nächste Höhepunkt des Festivals erwarten sollte. Es ist nämlich Tradition hier, dass die Studenten in Sinchon umsonst Essen und Trinken bekommen wenn sie vor den Restaurants Cheers vorführen. Damit bedanken sich die Restaurants und Bars bei den Studenten, da sie von diesen ja auch im wesentlichen leben. Eine heftig coole Geste wie ich finde. Auf jedenfall toppte das was folgte das ganze vorangegangen noch einmal. Da diesmal die Yonsei University Ausrichter des Festivals war kamen alles Yonsei und Koran University Studenten gemeinsam nach Sinchon, wo das Food begging stattfand. Wir sind wieder mit dem Mentorsclub zurück gefahren die uns dann erzählt haben wie das funktioniert. Und zwar bilden Gruppen von so ungefähr 20 Personen einen "Train" in dem sie sich an den Schultern fassen und so nach Sinchon ziehen. Das Viertel war so voll gepackt mit Studenten wie noch nie zu vor hier. Mit dem Train haben wir dann an Restaurants gestoppt und cheering moves performt. Wenn die besitzer mit uns zufrieden waren haben wir dann Essen oder Bier oder andere Getränke umsonst bekommen. Das coole war, das wirklich alle Geschäfte mitgezogen haben auch große Ketten wie Basket and Robins Icecream haben Sachen umsonst rausgegeben. Die Stimmung war bombastisch und wir haben das ganze bestimmt 3 Stunden durchgezogen. Manchmal mussten wir auch 3 oder 4 Cheers performen bevor wir was bekommen haben aber da man inzwischen die cheers besser konnte, war das nur cool. Vor allem die Begegnungen mit anderen Trains waren einmalig, wenn man in diesen plötzlich bekannte Gesichte wieder entdeckt hatte.
So gegen Mitternacht war das ganze dann vorbei und wir sind wieder zurück zum Campus gezogen. wo die Afterparty stattgefunden hat. Das war echt ein schönes Bild wie sich die ganzen Studenten auf den Wiesen in Gruppen niedergelassen haben. Überall war ausgelassene Stimmung und immer wieder gab es spontane Cheer-Battles mit den Studenten der Kote. Und es gab FREIBIER auf dem Campus, ich konnte meinen Augen kaum trauen. Und das lustige war es gab keine Schlangen davor. Bei 50.000 feiernden Studenten Freibier und keine Schlange sehr seltsam....Aber umso cooler für uns wir haben uns einfach direkt neben dem Stand niedergelassen und die Gelegenheit genutzt...Im Laufe des Abends wurde auch ein bischen klar, warum es keine Schlangen vor den Zapfanlagen gab. Erst mal gab es davon bestimmt über 8 Stück und dann konnte man sich dort auch zwei Liter Flaschen auffüllen lassen, nur cool. Jedenfalls haben wir dann noch bis fünf auf dem Campus die Nacht zum Tage gemacht, bevor ich mit Jason noch mal nach Sinchon reingezogen bin. Aber da war so gut wie alles schon zu und dann sind wir nur noch mal was essen und dann zum Campus zurück, bevor ich schließlich im hellen so gegen 6:30 wieder zu Hause angekommen bin. Insgesamt war das eine der derbsten Erfahrungen meiner Uni-Laufbahn und man muss schon sagen, dass es an sowas ein bischen fehlt in Deutschland. Auf jedenfall hab ich die Yonsei wirklich ins Herz geschlossen oder mit den Worten eines Plakates in Sinchon "Yonsei to me you are perfect"
Krass das war jetzt ein heftig langer Eintrag und ich hab immer noch das Gefühl, dass ich das was ich erlebt hab schwer in Worte fassen kann. Deshalb unbedingt die Bilder angucken und ein cooles youtubevideo hab ich gefunden http://www.youtube.com/watch?v=MJURp63DtUE, aber ich such noch mal nach nen paar aus der Aktion aus Sinchon.

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